Datum : 17.08.2017
Uhrzeit: : 03:43 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Amon Amarth - Fate of Norns
» Amon Amarth - Fate of Norns
Homepage : www.amonamarth.com
 

Amon Amarth - Fate of Norns
  »Trackliste
1. An Ancient Sign Of Coming Storm
2. Winter madness
3. The Fate Of Norns
4. The Pursuit Of Vikings
5. Valkyries Ride
6. The Beheading Of A King
7. Arson
8. Once Sealed In Blood


Release: 2004
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 40.06 min
Format: CD Audio
Label: Metal Blade Records

 

Die schwedischen Vorzeigewikinger standen nach ihrem grandiosen Überwerk „Versus the World“ unter einem ungeheuren Druck. Ein Werk das im Bereich des Viking Death Metal auf Jahre hinweg Maßstäbe gesetzt hat übertreffen zu müssen, kann sich nicht nur als schwierig sondern als unmöglich herausstellen. Wohl daraus resultierend haben sich die fünf Nordmänner um Brüllaffe Johan Hegg dazu entschlossen sich nicht VtW sondern ihre eigene logische, musikalische Weiterentwicklung als Maßstab für die neue Langrille vorzunehmen. Bereits vor dem Erscheinen der Platte war es ja hinreichend bekannt, dass „Fate of Norns“ NOCH mehr auf Midtempo legen wird als all seine Vorgänger. Um die Katze aus dem Sack zu lassen. Wirklich Uptempostücke finden sich gar nicht. Zwar wird das Gaspedal hier und da schon einmal ordentlich zu Boden gedrückt aber diese Momente verfliegen so schnell wie der nordische Sommer. Oft werden die epischen Momente die VtW auszeichneten durch äußerst brutale Parts abgelöst was dem Sound über weite Strecken nach vorne wirft. Ein gutes Beispiel dafür bietet gleich der Opener „An ancient Sign of coming Storm“ der verhältnismäßig flott daherkommt. Aber trotz dieser brachialen Gewalt kommen die so typischen ausgereiften Melodien nie zu kurz wie die beiden folgenden „Where Death seems to dwell“ und der Titeltrack „Fate of Norns“ eindrucksvoll unter Beweis stellen. „The Pursuit of Vikings“ bringt die Runkel gleich nach den ersten Sekunden zum bangen und das ändert sich auch nicht im Laufe der gut viereinhalb Minuten. Der Song steht eindeutig in Tradition zu der genialen Hymne „The victorious March“. „Valkyries Ride“ ist mein ganz besonderer Liebling. Die treibende Basedrum sowie die schleppende aber druckvolle Melodie fräsen sich buchstäblich in die Hörorgane. „Beheading of a King“ als Ausfall zu bezeichnen wäre eine wahrlich zu krasse Formulierung aber da sich das Soundgerüst irgendwie nicht in das Gesamtgefüge der restlichen Stücke einfügen will kann ich nicht anders als den Song als Außenstehenden zu sehen. Ferne, vom Nebel verborgene Kriegshörner läuten das gewaltige Schlachtenepos „Arson“ ein, das in typischer Amon Amarth Tradition daherkommt, bevor mit „Once sealed in Blood“ das Drachenboot mit einem urgewaltigen Riff und einer Melodie schöner als das Nordlicht unsere Gestade wieder verlässt. Die very spezial limited hyper super dupa Edition enthält übrigens noch einen gut dreiviertelstündigen Auftritt der Schweden in einem urig kleinen Club in Island.
Fazit: Der einheitliche Sound wirkt wie aus einem Guss, was an und für sich immer ein positiver Kritikpunkt ist, dem aber auch etwas Eintönigkeit anhaftet. Dieses Manko wird jedoch durch die relativ kurze Spielzeit bei gerade einmal acht Titeln wieder wettgemacht. Die Platte hat eindeutig ihre Höhepunkte, echte Krachersongs wie „Death in Fire“ oder „Thousand Years of Oppression“ finden sich hingegen leider vergebens.




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