Datum : 23.07.2018
Uhrzeit: : 04:10 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Savage Circus - Dreamland Manor
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Homepage : www.savage-circus.com
 

Savage Circus - Dreamland Manor
  »Trackliste
1. Evil Eyes
2. Between The Devil And The Seas
3. Waltz of The Demon
4. Tomorrowland
5. It - The Gathering
6. Beyond Reality
7. When Hell Awakes
8. Ghost Story
9. Born Again By The Night


Release: 29.08.2005
WERTUNG
5.5 /6 Sternen
Stil: Power Metal
Laufzeit: 54.42 min
Format: CD Audio
Label: Dockyard

 

Anfang der 90er Jahre veröffentlichte eine junge aufstrebende Band vom Niederrhein zwei Alben, die den Verlauf meines persönlichen Musikgeschmacks für immer verändern sollten. Mit der Energie früher Helloween und einem Ansatz epischer Soundstrukturen schufen BLIND GUARDIAN zwei der göttlichsten Power Metal Kracher aller Zeiten. Die Rede ist natürlich von „Tales from the Twilight World“ und „Somewhere far Beyond“. Zwar übertrafen sich die kommenden Alben jeweils immer aufs Neue was den Erfolg betraf, jedoch veränderten BG ihren Stil dermaßen ins epische, dass es nach 1992 keine Scheibe schaffte mich derart zu verführen, wie oben genannte. Nebenbei bemerkt trifft diese Tatsache nicht nur auf Blind Guardian zu. Klar, es gab ‚ne Menge geiler Power Metal Bands und auch ne ganze Reihe von episch bombastischen Combos, aber keine schaffte es denn Zauber jener Zeit erneut aufblühen zu lassen. Das ist nun vorbei. Im Jahr dreizehn nach „SfB“ steht endlich ein neuer Stern am Power Metal Himmel. SAVAGE CIRCUS zaubern mit ihrer Debütscheibe „Dreamland Manor“ ein Goldstück nach dem anderen aus dem Hut. Zusammen mit Piet Sielk (Iron Savior) und den beiden PERSUADER Jungs Emil Norberg und Jens Carlsson, dessen Gesang den guten alten Hansi nicht nur perfekt kopiert sondern bei weitem übertrifft, bildet Thomen ein wahres Feuerwerk an Old School Energie. Los geht’s mit dem Uptempo Kracher „Evil Eyes“ der einige schmucke Breacks auf Lager hat und mit einem unbeschreiblichen Mitgröhlchorus ausgestattet ist. Das folgende „Between the Devil and the Seas“ schließt sich dem nahtlos an. Das Progressive „Waltz of the Demon“ bringt zum ersten Mal etwas Abwechslung in den Sound. „Tomorrowland“ kommt einerseits ultra heavy daher, bei dem Song herrscht Kopfhörerpflicht, andererseits erinnert er stark an Blind Guardian zu „Nightfall…“ Zeiten. Straighte Chöre in Verbindung mit einem satten Riff wissen halt immer zu überzeugen. „It – The Gathering“ hingegen geht in bester Power Metal Tradition ab nach vorn und voll durch die Wand. „Beyond Reality“ ist der einzig eher ruhige Song. Das Stück beginnt sanft mit einer von einem Piano getragenen Melodie und steigert sich im Verlauf von etwas mehr als fünf Minuten zu einer ordentlichen Power Ballade mit schweren Riffs und himmlischen Chören. Das letzte drittel der Platte wird von reiner Energie in Form von „When hell awakes“, „Ghost Story“ und „Born again by the night“ dominiert.
Fazit:
Savage Circus klingen so, wie ich mir Blind Guardian gern in Erinnerung behalte. Trotz der teilweise leicht angestaubt wirkenden Melodien, strotzen die Songs nur so vor Kraft. Den halben Punkt Abzug gibt es lediglich für die leicht mangelnde Eigenständigkeit von „Dreamland Manor“. Zwar klingt das Album frisch und mehr als zeitgemäß, jedoch sind die Parallelen zu Blind Guardian, verständlicher weise, dermaßen offensichtlich, dass gerechterweise ein Abstrich gemacht werden muss. Davon abgesehen, kann es ja nicht angehen, dass ich nichts zu bemängeln habe. Bleibt nun noch abzuwarten wie sich die Songs auf der Bühne präsentieren. Also Jungs, geht bitte bitte schnell auf Tour.
PS: Auf der offiziellen Bandhomepage bekommt ihr neben reichlich Infos noch ein besonderes Schmankerl. Die beiden Hammertracks „Evil Eyes“ und „Ghost Story“ stehen dort in voller Länge in Form einer Online Single zum Download bereit. Gleich dazu gibt es ein Single-Cover für zum selber ausdrucken. Das nenne ich fanfreundliche Promotion.



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