Datum : 23.07.2018
Uhrzeit: : 04:03 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Goddes of Desire - Awaken Pagan Gods
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Homepage : www.goddess-of-desire.com
 

Goddes of Desire - Awaken Pagan Gods
  »Trackliste
1. Awakening The Gods
2. March To Meet
3. Dead End Street
4. Holy War
5. Bloodstained Sight
6. Awaken Pagan Gods
7. Demolition
8. Victory Is Mine
9. Scream For Metal True
10. Booze
11. Nothings´s Free
12. Majesty Of Metal

Release: 2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 43.05 min
Format: CD Audio
Label: Armageddon/Soulfood

 

Keine Frage, Goddess of Desire ist eine Band, die sich vor allem über ihre Live – Auftritte definiert. Mit ihren aufwändig inszenierten Shows mit allerlei Pyro- Effekten waren sie schnell in aller Munde und boten dem trunkenen Metalvolk auf den Festivals Gelegenheit ordentlich abzufeiern. Dennoch, trotz einer immer größer werdenden Fanschar, ließen sich die bisherigen Plattenverkäufe in keinster Weise mit dem Erfolg der Auftritte vergleichen, da die Alben, von ein bis zwei herausragenden Hymnen mal abgesehen, musikalisch doch eher Durchschnittskost boten. Nun erscheint also mit „Awaken Pagan Gods“ der Nachfolger zu „Conquerors Divine“ . Keine Frage, die Band ist sich treu geblieben, sie zocken weiterhin ihren unverkennbaren Old School Metal, der an Bands wie Venom, Motörhead, Celtic Frost oder auch Slayer erinnert. Dennoch ist eine Weiterentwicklung unverkennbar, die Songs sind abwechslungsreicher, einige sehr schöne Gitarrenharmonien und noch mehr Mitgröhl - Chöre kommen hinzu und der gesamte Sound des Albums wirkt kraftvoller als beim Vorgänger.
Los geht´s nach kurzem Intro mit dem flotten „March to Meet“, der perfekte Opener für das Album und auch wahrscheinlich für jede Show, da der Song alle Stärken der Band vereint und die Aufforderung an die Metalheads stellt, gefälligst den Allerwertesten hochzukriegen und sich der Goddess – Metalfront anzuschließen. Tun wir doch gerne, es geht nämlich direkt weiter mit dem schnellen, aggressiven „Dead End Street“. Goddess klingen hier ziemlich wütend für ihre Verhältnisse, lyrisch ist der Song eher schwach, aber auf die Texte sollte man bei dieser Band eh nicht sein Hauptaugenmerk legen. „Holy War“ beginnt mit einem saucoolen Riff, das einen förmlich zum Mitbangen zwingt und den Song zu einem der Highlights des Albums macht. Das nachfolgende „Bloodstained Sight“ wirkt recht zerfahren und fällt im Vergleich zum Rest des Albums qualitativ ab. Das stört aber nicht weiter, denn mit dem Titeltrack folgt direkt die nächste Hymne, sehr thrashlastig, sehr heavy. „Demolition“ und „Victory is mine“halten das Niveau auf jeden Fall, bevor mit „Scream for Metal True“ die Überhymne des Album schlechthin an die Gehörgänge gelangt. Wieder eingeleitet durch ein hammergeiles Riff, geht der Song von einem ebenso göttlichen Chorus über in eine Lead – Melodie vom Feinsten. Prollmetal in Vollendung, quasi das Glaubensbekenntnis eines jeden Bangers…
Das Album klingt aus mit „Booze“, einer Huldigung an Gevatter Alkohol, gefolgt von einer perfekten Motörhead – Kopie, „Nothing´s Free“ (wenn man den Song hört, ist man wirklich geneigt zu glauben, Lemmy habe persönlich im Studio gestanden) und zu guter letzt „Majesty of Metal“, ein Song, der das Album mehr als würdig abschließt.
Insgesamt wohl das bisher stärkste Album von Goddess of Desire, dass auf jeden Fall sein Geld wert ist. Ich freu mich auf jeden Fall auf die nächsten Shows und wird mir die Zeit bis dahin mit der ein oder anderen Runde „Awaken Pagan Gods“ vertreiben. Hail the Conquerors!


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