Datum : 17.08.2017
Uhrzeit: : 03:42 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Kadavrik - Silhouette
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Homepage : www.kadavrik.de
 

Kadavrik  - Silhouette
  »Trackliste
1.Towards The Kingdom
2.Unschuld in dieser Nacht
3.Fearful Eyes
4.Das Boot
5.Haste
6.Silhouettes
7.Tribute to Amon Amarth
8.Wüstensand

Release: 2005
WERTUNG
2 /6 Sternen
Stil: Death Metal
Laufzeit: 36.02 min
Format: CD Audio
Label: Eigenproduktion

 

Die Band Kadavrik (vom Engl. „Cadaver” abgeleitet) hat sich im Herbst 2003 gegründet und nach nur einem Jahr und einem kleineren Line-Up-Wechsel am Gesang veröffentlichen die fünf Jungens ihre erste Demo „Silhouettes”. Die 8 Songs der Scheibe sind im eigenen Proberaum aufgenommen worden und haben eine Gesamtspielzeit von ca. 36 Minuten. Mit einem in rot gehaltenen Cover voller Flammen, aus dem sich der Name erhebt, macht die Band einen recht passablen Eindruck.
Bei den ersten Hörproben machten sich ziemlich schnell Schmerzen in meinen rechten Gehirnhemisphären bemerkbar und signalisierten mir: Dreh´ die Anlage leiser und schone deine Ohren! Ich bin ja schon einiges, vor allem durch Black Metal Demos gewöhnt, aber bei Soundfetischisten wird diese Platte mit Sicherheit Ohrenbluten verursachen.
Als sich das für mich also relativ schnell erledigt hatte, konnte ich mich umso mehr um die Songs an sich kümmern.
Den Stil der Band kann man grob als Death Metal einordnen, der sich stark am schwedischen Death orientiert. Die Gitarren wirken sehr verspielt und in einigen Songs wie z.B „Fearful Eyes”, „Haste” und „Silhouettes” merkt man, dass es die Jungens melodiös mögen. Unterstützt werden die Melodien vom Keyboard, welches meistens dezent zur Dichte der Songs beisteuert. Niklas, der Sänger, schreit sich bei den Songs den letzten Rotz aus der Seele und wechselt gekonnt zwischen tiefem Grunzen, Grölen und Kreischen. Seine Texte handeln überwiegend von Tod, Verzweiflung und Ruin.
Als eine wirklich gelungene Idee entpuppt sich der „Tribute To Amon Amarth”, der aus den beiden Songs „Death in Fire” und „Valkyries Ride” besteht.

Leider plätschert die Demo zu langsam dahin und man wartet vergebens auf einen wirklichen Knaller der wirklich talentierten Jungs. Nicht zuletzt zerstört der schreckliche Sound, die schlechte Abmischung, der Klang der Gitarren und ein Schlagzeug, welches meines Erachtens nach sehr einfallslos daherkommt und rhytmustechnisch ( „Wo is der Takt?” ) zeitweise versagt.
Abgesehen von einigen, wenigen Melodieperlen in den schon genannten Songs, ist das eher ein mittelmässiger Release. Ich bin mir sicher, dass sie sich live bei weitem besser präsentieren werden!
Gegen Ende des Jahres wird sich die Band im Studio einfinden, um neues Material aufzunehmen… Und ich bin mir sicher, dass dem Sound da mehr Beachtung geschenkt wird. Ich bin gespannt.


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