Datum : 20.10.2017
Uhrzeit: : 16:08 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Dark Funeral - Attera Totus Sanctus
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Homepage : www.darkfuneral.se
 

Dark Funeral - Attera Totus Sanctus
  »Trackliste
1. King Antichrist
2. 666 Voices Inside
3. Attera Totus Sanctus
4. Godhate
5. Atrum Regina
6. Angel Flesh Impaled
7. Feed On The Mortals
8. Final Ritual


Release:
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 43.01 min
Format: CD Audio
Label: Regain Records

 

Black Metal, Black Metalliger, DARK FUNERAL. Ihr könnt mir erzählen was ihr wollt Jungs aber wenn es um gradlinigen und ich sag es immer wieder gern “truen” Black Metal geht, so kommt nix, aber auch gar nix an die Pandas aus dem schönen Schweden ran. Seit nunmehr geschlagenen Elf Jahren produziert die Alptraumfabrik Dark Funeral ein göttliches Album nach dem anderen und jedes Mal schaffen es die Jungs noch eine gewaltige Schüppe an nordischer Kälte und höllischen Feuer drauf zu packen. Vier sehnsüchtige Jahre musste die Black Metal Welt ausharren. Mit ihrem aktuellen Output „Attera Totus Sanctus“ (freie Übersetzung: „alles heilige kaputt kloppen“) meldet sich die Höllencrew um Bandleader Lord Ahriman nun aber endlich eindrucksvoll zurück. Personelle Veränderungen gibt es ausnahmsweise einmal nicht zu vermelden, auch wenn es für Klampfer Chaq Mol der erste Studioeinsatz für Dark Funeral ist (Chaq konnte seine Spielkünste bereits auf dem letztjährigen Livealbum „De Profundis Clamavi Ad Te Domine“ unter Beweis stellen).
Musikalische lässt die Band wie erwartet die Milch keinesfalls anbrennen. Die neue Platte startet ultra schnell in Form von „King Antichrist“, womit in Zeiten, in denen selbst gestandene Satanisten vom Glauben abfallen, die lyrische Ausrichtung klar gestellt sein dürfte. Auch das Folgende „666 Voices Inside“ schreibt sich das „nicht kleckern sondern klotzen“ Motto auf die Fahne. Sehr schnell, sehr kalt und unbeschreiblich treibend, ohne langweilig zu werden. Hinter dem Titeltrack verbirgt sich zugleich der für meine Ohren beste Track des Albums. Die Nummer zeichnet sich aus durch den für diese Band typischen Geschwindigkeitsrausch gepaart mit überraschenden aber niemals unpassenden Breacks. „Godhate“ hingegen gibt über die volle Distanz Volldampf und lässt den Maschinengewehrhagel nicht enden. Im Gegenteil. Denkt man im letzten Viertel des Songs schneller geht’s nicht mehr, da wird das Tempo noch einmal angezogen. Göttlich! „Atrum Regina“ lässt den geneigten Headbanger dann zum ersten mal ein wenig verschnaufen. Diese klasse Mid-Tempo Nummer überrascht genau wie das nachfolgende „Angel flesh impaled“ durch die schon fast melodischen Arrangements. Logo, dass DF das Prädikat melodisch nicht auf sich sitzen lassen wollen und so wird in Form von „Feed on the Mortals“ und „Final Ritual“ noch einmal der Presslufthammer ausgepackt und alles im Weg stehende nieder gemäht.
Fazit: Dark Funeral haben mit „Attera Totus Sanctus“ das beste Album ihrer Karriere abgeliefert. Die vier Jahre Wartezeit haben sich mehr als gelohnt. Ob Lord Ahriman und seine Mannen, dieses Machwerk jedoch noch einmal überbieten können wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Grüße nach Schweden.

PS: Großen Respekt an die einfallsreichen Leute bei Regain Records. Selten wurde eine Promo dermaßen toll umgesetzt, dass man das sonst übliche monotone „sie hören eine Promo von…“ für einen Teil des Songs hält. Wäre fast drauf reingefallen.



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