Datum : 23.07.2018
Uhrzeit: : 04:10 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Wolf - The Black Flame
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Wolf - The Black Flame
  »Trackliste
01. I Will Kill Again
02. At The Graveyard
03. Black Magic
04. The Bite
05. Make Friends With Your Nightmare
06. Demon
07. The Dead
08. Seize The Night
09. Steelwinged Savage Reaper
10. Children Of The Black Flame

Release: 2006
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Heavy Metal
Laufzeit: 47.35 min
Format: CD Audio
Label: Century Media Kommentar / Userwertung eintragen

 

Da sind sie also wieder die vier hoffnungslos unterschätzten Schweden, die als eine der wenigen jungen Kapellen auch heute noch stolz die Flagge der NWOBHM hochhalten ohne dabei in ewig gestrigen Strukturen verhaftet zu sein. Das Jahr 2006 bietet für die Jungs von WOLF gleich einige Veränderungen. Mit Century Media hat man nun endlich ein finanzkräftiges Label an der Leine, mit Hammershark einen neuen Mann an den Fellen und mit Fredrik Nordstrom einen neuen Produzenten, der die Aufgabe übernahm den Sound den Peter Tägtgren der Band verpasst hatte, zu verbessern.

Gleich nach dem ersten Track „I will kill again“ wird deutlich, dass die oben beschriebenen Veränderungen einen frischen Wind in die Band gebracht haben müssen der dem Sound mehr als zu gute kommt. Besonders die, im Vergleich zum direkten Vorgängeralbum „Evil Star“ wesentlich druckvollere, Produktion fällt sofort auf. Klangen WOLF auf Platte zuvor etwas blechern und altbacken, so haut einen der Sound dieses Mal sprichwörtlich von den Socken. Instrumentalisch gibt es ebenfalls nix zu meckern und so geht der Song genau wie „At the Graveyard“ in bester IRON MAIDEN und SAXON Manier ordentlich nach vorne. Auffällig sind die mitreißenden Refrains, welche schon nach zweimaliger Wiederholung zum mitsingen einladen. Auch das folgende „Black Magic“ kann mit seiner Mischung aus satten Power Metal und `ner SCORPIONS Ballade voll überzeugen. Der Mittelteil des Albums bietet mit Songs wie „The Bite“ oder „The Dead“ schnelle gradlinige Songs, die sich vor allem durch die verbesserte Gitarrenarbeit (inklusive hochkarätiger Soli) auszeichnen. Mit „Seize the Night“ ist lediglich ein einziger Totalausfall zu verzeichnen. Zwar kann auch hier der radiotauglich Chorus überzeugen aber die zu sehr auf MAIDEN getrimmten Breaks beginnen recht schnell zu langweilen. Ganz im Gegensatz zu „Steelwinged savage Reaper“ der nicht nur lyrisch sondern auch musikalisch herrlich klischeehaft daherkommt und durch seine Geschwindigkeit und Aggressivität zum härtesten Song des Albums wird. Das abschließende „Children of the black Flame“ bietet dann noch einmal alles auf, was das true metallische Herz zu begehren hat. Satte Drums, ausgezeichnete Gitarrenduelle, eine lupenreine Gesangsleistung und Headbanging taugliche Parts en masse.

Fazit:
Für mich persönlich waren WOLF schon immer eine geniale Band, einziges Manko war die bis zu diesem Album teilweise grausige Produktion, welche sich, den Metalgöttern sei Dank, um 180° gedreht hat und nun fast schon Thrash Metal artig voll in die Fresse haut. Bis auf wenige Ausnahmen kann jeder Song überzeugen. WOLF dürften spätestens mit diesem Album ihren endgültigen Durchbruch schaffen.


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