Datum : 15.12.2017
Uhrzeit: : 14:49 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Lost Legacy - Gates of Wrath
» Lost Legacy - Gates of Wrath
Homepage : www.lost-legacy.de
 

Lost Legacy - Gates of Wrath
  »Trackliste
01. Intro
02. Awaking of evil
03. Unholy alliance
04. Lament of the lost
05. Lost legacy
06. Life of a hero
07. Separation of hearts
08. Dust of angels
09. March of invasion
10. Dragon's call
11. Dragonfire
12. Gates of wrath

Release: 2006
WERTUNG
1 /6 Sternen
Stil: Viking Metal
Laufzeit: 54.59 min
Format: CD Audio
Label: CCP Records Kommentar / Userwertung eintragen

 

Man, man als Redakteur hat man es nicht leicht. Eine Kunstform wie Musik zu stilisieren, zu kategorisieren und letztendlich zu beurteilen ist eigentlich eine subjektive Sache und oft nicht einfach. Hinzu kommt
noch der Faktor X, denn man weiß nie, was einen erwartet wenn man eine CD einer vergleichsweise unbekannten Band in der Hand hält. Normalerweise ist das eigentlich das schöne am Underground, weil man dadurch oft neue & talentierte Bands, weit ab von dem Chartmüll, entdecken kann. Leider gelten diese positiven Eigenschaften des Undergrounds nicht für Lost Legacy's "Gates of Wrath".

Zählen wir einmal die Fakten auf: Die Band ist ein weiterer Klon der Pagan-/ Epic-/ Irgendwas-Welle und am ehesten mit den Klopfern von Equilibrium vergleichbar. Also meistens supreme Begleitgitarren und superb Keyboards! Allerdings nur, wenn supreme das französische Wort für "belangloses Rumgezupfe" ist und superb "dilettantisches Rumgeklimper" bedeutet. Die Keyboards sind total schlecht - auch vom Sound. Die Gitarren mit Ihrer "Akkordbegleitung" (wo sind die Melodien?) stechen "null" hervor! Da drängt sich mir unweigerlich die Frage auf: Ist das Metal oder Pop? Im Ernst, ich habe in den letzten 12 Monaten aus der Sparte keine schlechtere Band vernommen. Passagenweise bleibt mal die ein oder andere Melodie für mehr als 10 Sekunden hängen. Ein paar helle Momente gibt es schon. Natürlich merkt man auch, das Arbeit in der CD steckt und es tut mir leid, wenn ich damit den Herren aus Süddeutschland zu nahe treten sollte, aber irgendwo ist auch mal Schluss! Einzig die Studioproduktion ist gerade noch erwähnenswert. Das nützt aber nix wenn die Drums, Breaks und Rythmuswechsel der Songs total langweilig sind (Endlosthematiken bis es schmerzt), Keyboardsounds & Hupenmelodien nerven, Gitarren nicht ballern oder einfach nur total unpassend dahin holpern und am Ende so die Songs nicht zünden! Für die Mühe gibt es einen Punkt - aber mehr nicht! Sorry Jungs.

Fazit: Selbst wer Equilibrium mag, und auf tiefsten Underground steht, wird von dem Teil leider nicht begeistert sein.



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