Datum : 15.12.2017
Uhrzeit: : 14:54 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Sarrgh - Black Hate and Doom
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Sarrgh - Black Hate and Doom
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1. The Last Nothern Warrior
2. The Path of Desire
3. Ancient Sky
4. Black Hate and Doom
5. Cold Winds of grimly Reborn
6. Die kalte Klinge
7. Satanischer Zorn
8. Salute to Christ

Release: 2005
WERTUNG
1.5 /6 Sternen
Stil: Black Metal
Laufzeit: 31.35 min
Format: CD Audio
Label: Christhunt Productions Kommentar / Userwertung eintragen

 

Bah! Als Redakteur kann man es schon schwer haben. Seit Wochen bzw. Monaten habe ich hier einen Haufen Veröffentlichungen, die ich noch rezensieren will. Mittlerweile habe ich es immerhin geschafft durch alle mal durchzuhören und hab mehr oder minder geschafft, eine Ordnung reinzubringen, was als nächstes gelobt oder verrissen wird. Zweiteres will ich nun dem Panda-Trio von "Sarrgh" antun.

Wer sich etwas mit Black Metal auskennt, weiß irgendwann wie man es schafft, das trueste aus einem CD-Booklet rauszuholen. Muss in schwarz-weiß und grau gehalten sein und die Musiker müssen angemalt, in lächerlichen Posen irgendwo vor einer Steinwand, in einem Wald oder auf einem Berg stehen. Das können Sarrgh ja ganz gut, wie es das Artwork der "Black Hate and Doom" beweist. Doch muss ich bitten, lieber nicht die Texte des Herrn Ragnar Thorsen zu lesen, dem Sänger der Band. Eins hat er in seiner Schulzeit wohl nicht gemocht, Deutsch und Englisch. Deutsch, weil die Texte ein lyrisches Niveau von 13-jährigen Gothics haben und Englisch, weil die Sprache in einer solchen Art vergewaltigt wird, dass einem die Augen bluten. Zeilen wie "My wounds dont hurts anymore" lösen in mir aus, dass ich mir geistig die flache Hand gegen die Stirn klatsche. Leute, ihr seid schon bei einem recht großen Label, die haben sicher wen bei sich, der der Sprache mächtig ist. Egal, man versteht die lyrischen Ergüsse ja eh nicht, was mir generell ja eigentlich egal, aber beim Fall "Sarrgh" irgendwie auch lieb ist.
Ebenso wie die äußere Erscheinung ist auch das Innenleben der CD standardisiert. Man hört eigentlich nur etwas, was man schonmal gehört hat. Die 2345397ste Darkthrone-Kopie, die verzweifelt mit aller Kraft versucht eine zweite "A Blaze in the nothern Sky" oder "Transilvanian Hunger" zu machen. Schon nach 2 Songs wird einem klar, dass Innovation, Ideenreichtum und Fantasie nicht, oder nur spärlich vorhanden sind.
Ich suche beim durchhören verzweifelt sowas wie eine Perle unter all dem Einheitsbrei herauszusuchen, damit diese Rezension noch irgendwie gefüllt werden kann, was mir jedoch irgendwie nicht sonderlich gelingt. "Ancient Sky" klingt ganz nett, haut einen aber weder vom Hocker, nicht mal von ´nem kleinen. Man hört im Drumming leichte Rock'n'Roll Akzente, die man auch beim 5. Track "Black Hate and Doom" wiederentdeckt. Zudem klingt zweiterer stellenweise stark nach Carpathian Forest und schafft es dadurch wenigstens irgendwie einmal das Gehör im Refrain an sich zu locken, der es sogar schafft irgendwie einprägsam zu sein. Würd´ ich einen Black Metal Partysampler füllen, wär der Song drauf, wenn ich einen Lückenfüller bräuchte, weil es sonst zu Schade um den Rohling wäre.
Was gibt´s noch zu sagen?! Naja, einzelne Riffs klingen hin und wieder mal auf und es wird sogar mal mit Melodie experimentiert, was jedoch ebenso wie der Rest der Veröffentlichung einfach nur in bereits vor Jahren Gehörtem versinkt.
Zur Produktion: Nicht schlecht, ein wenig zu leise und die Toms und die Snare klingen fürchterlich. Die Vocals sind spärlich, aber dafür auch nicht toll, was kein bisschen dazu führt, dass man sie vermisst. Glück gehabt, bei den Texten!

Fazit: Boah, neee! Leute! IDEEN! SAMMELT IDEEN! Ich bitte euch, lasst euch doch wenigstens einmal auf ein bisschen frischen Wind ein! Indem ihr kopiert oder nachstellt, was einmal Kult war und ist, schafft ihr es nicht eine gute Veröffentlichung zu machen! Was ihr von mir für ´ne Wertung bekommt? 1,5 Gnadenpunkte, für den Drummer und die Carpathian Forest-Parts. Mehr nicht!


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