Datum : 20.04.2018
Uhrzeit: : 18:10 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Creature - Der Ursprung
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Creature  - Der Ursprung
  »Trackliste
1. Intro
2. Der letzte Krieger
3. Die Suche nach Bifrost
4. Einbruch der Nacht �ber Midgard
5. Nordblut
6. ...Zwischenspiel
7. Der Ursprung
8. ...unerh�rt blieb sein Gebet...
9. March against the Cross
10. Outro

Release: 2004
WERTUNG
6 /6 Sternen
Stil: Pagan Metal
Laufzeit: 50.16 min
Format: CD Audio
Label: Christhunt Productions

 

Auch wenn der Name Creature es zuerst nicht vermuten lässt, so die 1997 in Stuttgart gegründete Musikantenvereinigung mit ihrem Debüt Album „Der Ursprung“ doch wunderbar rohen und zugleich komplex melodiösen Pagan Metal ab. Also nicht vom Bandnamen verunsichern lassen meine lieben Heiden^^ .
Musikalisch wird einem hier hochklassiger Pagan Metal geboten, der irgendwo zwischen alten Adorned Brood und Menhir Scheiben liegt. Eine ordentliche, aber der zu der Stimmung passende rohe Produktion lässt das Krieger Herz höher schlagen.
Zur Einstimmung bietet das Album ganz Stereotyp etwas Schlachtenlärm (scheinbar wird in einem See gekämpft *platschplatsch* ) um dann mit wunderbaren Blastparts und sägenden Gitarren Riffs loszuschlagen. Dazu rauer bis kreischiger Gesang und düstere Melodien, die immer wieder Spannungskurven erzeugen, sorgen dafür, dass man sich Genre Freunde sofort heimisch fühlen. Beim vierten Track „Einbruch der Nacht über Midgard“ wird sogar ein „Ballade“ mit starken Folk Einflüssen dargeboten (aber auch dieser Track lässt keinerlei Härte vermissen, ist er doch so strukturiert, dass auch Leute, die gerne ihr Haar schütteln, nicht zu kurz kommen). Kompositorisch ein klasse Lied, dass ganz klar zeigt, welches Potenzial in dieser Band steckt. Auch der immer wieder zum Einsatz kommende cleane Gesang wirkt sehr authentisch und keineswegs aufgesetzt. In den nachfolgenden Tracks geht es dann auf konstant hohem Niveau weiter, wobei der Schwerpunkt auf geschredderten Melodien oder ruhigen, epischen Riffs liegt, halt so wie man es von gutem Pagan Metal erwartet. Als Outro erwatet einen dann noch ein nettes Akkustig Gitarren Instrumental und mit dem Ausklingen der letzten Noten, endet ein wunderbar stimmiges Album, dass einen sehr zeitlosen Eindruck hinterlässt und immer mal wieder zum erneuten hören einlädt.
Dieses Album wird sicher viele Anhänger finden können, spricht es doch zum einen den Black Metaller mit Sinn für Melodie, als auch Pagan Hörer mit einem Hang für die etwas härtere Gangart, an. Eine klare Kaufempfehlung für all jene, denen Menhir und Co. Mittlerweile zu schnulzig geworden sind.




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