Datum : 20.10.2017
Uhrzeit: : 16:08 Uhr
   
Ruhrmetal.com / Ruhrmetal-mag.de : Review : Masterplan - Aeronautics
» Masterplan - Aeronautics
Homepage : www.master-plan.net
 

Masterplan  - Aeronautics
  »Trackliste
1. Crimson Rider
2. Back For My Life
3. Wounds
4. I'm Not Afraid
5. Headbanger's Ballrom
6. After This War
7. Into The Arena
8. Dark From The Dying
9. Falling Sparrow
10. Black In The Burn

Release: 24.01.2005
WERTUNG
5 /6 Sternen
Stil: Power Metal
Laufzeit: 54.05 min
Format: CD Audio
Label: AFM Records

 

Masterplan schlugen Ende 2002 bzw. Anfang 2003 mit ihrer EP „Enlighten Me“ und ihrem Debütalbum „Masterplan“ ein wie die sprichwörtliche Bombe. Die von mir immer wieder gern angesprochene Innovation, gerade im Power Metal Bereich, stagnierte zu diesem Zeitpunkt fast völlig. Doch dann traten diese Jungs auf den Plan. Der Erfolg war quasi vor programmiert, da Masterplan nicht irgendeine neue Nachwuchskombo aus dem letzten Hamburger Hinterhof war sondern sich aus den ex-Helloween Leuten Roland Grapow und Uli Kusch, Jan Eckert von Iron Savior, Jorn Lande (unter anderem Beyond Twilight) und dem überaus begabten Keyboarder Axel Mackenrott zusammensetzt. Wie gesagt, das erste Album war mordsmäßig geil (was auch die Verkaufszahlen belegen, denn schließlich war es 2003 das erfolgreichste und meistverkaufte Debütalbum) und noch heute rotieren viele dieser Songs in meiner Playlist. Meine Erwartungen an die zweite Scheibe waren natürlich dementsprechend hoch. Und eins schon mal wieder vorweg. Was das deutsch/norwegische Quintett da wieder gezaubert hat ist Power Metal par excellence. Schon der Opener „Crimson Rider“ lässt keine Wünsche offen. Klasse Riffs, ordentlich Tempo, ein tauglicher Refrain und natürlich Jorns Götterkehle machen Lust auf mehr. Und mehr wird im Folgenden auch geboten. Zunächst zwar etwas gemächlicher mit der Power Ballade „Back for my Life“ und dem folgenden „Wounds“ das zwar nicht so hart wie gewohnt klingt und mehr an Freedom Call oder Dragonforce erinnert aber trotzdem tierisch Laune macht. „I’m not afraid“ beginnt auch nicht gerade stimmungsgeladen mausert sich jedoch schnell zu einer satten Doublebase Nummer. Mein persönlicher Liebling „Headbanger’s Ballroom“ ist eine kraftstrotzende Midtempohymne die neben der Huldigung an den berühmten Hamburger Club eine romantische Geschichte enthält. Die zweite Plattenhälfte gestaltet sich im Folgenden sehr traditionell. Zwar finden sich auch verfrickelte Stücke wie das tolle „After this War“ oder „Dark from Dying“ aber Songs wie „Into the Arena“, „Falling Sparrow“ und „Black in the Burn“ weisen eindeutig eher schlichte Arrangements auf die zwar durch das ein oder andere Break überraschen, im großen und ganzen aber auf den Punkt bringende Power Metal Kracher sind, die ohne wirklichen Tiefgang auskommen dafür aber um so mehr Spielfreude verfügen.
Fazit: Was intelligenten, nicht überproduzierten Power Metal angeht so bleiben Masterplan einfach die Nummer eins. Dass es gerade in diesem überfüllten Genre nicht leicht ist, sich zu behaupten haben wir in der Vergangenheit gesehen aber „Aeronautics“ dürfte keinem Hörer so schnell aus dem Gedächtnis entfleuchen.


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